Manche Streamer spielen einfach Videospiele. Andere sammeln alte Konsolen. Und dann gibt es Menschen wie 0llie666: Der gebürtige Ruhrpottler spielt nicht nur leidenschaftlich gern Retro-Games auf originaler Hardware, sondern schleppt seine Röhrenfernseher auch noch zu Veranstaltungen, organisiert Community-Treffen und plant eine eigene LAN-Party für rund 50 Gaming-Begeisterte.
Dabei ist Olli alles andere als ein hauptberuflicher Content Creator. Neben Twitch, Instagram, einer eigenen Merchandise-Marke und seinen Veranstaltungen arbeitet er ganz normal im Außendienst der Medizintechnik. Wie er das alles unter einen Hut bekommt? Das weiß er manchmal selbst nicht so genau.
Ich habe mit Oliver, besser bekannt als 0llie666, über seine Gaming-Kindheit, seine musikalische Vergangenheit als Metal-Frontmann, den besonderen Charme originaler Konsolen und seinen Weg auf Twitch gesprochen. Vor allem aber darüber, warum ihm echte Begegnungen mit seiner Community so wichtig sind – und warum eine kleine LAN-Party langfristig vielleicht zu etwas richtig Großem werden könnte.
Natürlich ging es auch um die Schattenseiten des Streamings, eine Internetleitung, die beinahe seine LAN-Pläne durchkreuzte, und die wichtigste Frage überhaupt: Wie heißt eigentlich sein zweiter Hund?
Viel Spaß mit der sechsten Ausgabe von Friends of Flow! 💜
„Ich bin einfach ich. 100 % Olli.“
– 0llie666

Inhaltsverzeichnis
Set Card zu 0llie666
- Name: Oliver (Ollie)
- Geburtsjahr: 1987
- Herkunft: Gelsenkirchen, heute Essen
- Beruf: Applikationsspezialist für Röntgentechnik im Außendienst
- Plattform: Hauptsächlich Twitch
- Content-Fokus: Retro-Gaming, Original-Hardware, Pixel-Games und Community-Events
- Gaming-Leidenschaft: SNES, PlayStation, Tomb Raider und klassische Konsolen
- Community-Vibe: Direkt, humorvoll, familiär und mit ordentlich Ruhrpott-Schnauze
- Besonderheiten: Eigene LAN-Party, Retro-Veranstaltungen, Merchandise-Marke Insert Heart
- Früher: Sänger und Frontmann der Metal-Band Right Way to Fall
- Haustiere: Zwei Hunde, eine Katze, ein Schmuckhornfrosch und vier Kronengeckos
- Fun Fact: Ollie besitzt eine echte Retro-Sammlung, hat früher Metal gesungen und würde im Zweifelsfall lieber Twitch als seine Konsolen aufgeben.

Ollie ist hauptsächlich auf Twitch unterwegs. Dort erwartet euch eine Mischung aus Retro-Gaming, modernen Spielen mit klassischem Charme, Community-Aktionen und gelegentlich herrlichem Chaos mit seiner Ruhrpott-Schnauze.
Wer auf originale Konsolen, Gaming-Nostalgie und eine Community steht, die auch außerhalb des Internets gemeinsam etwas unternimmt, sollte unbedingt vorbeischauen.
Interview mit 0llie666
Wer ist eigentlich 0llie666?
STFlow: Bevor wir über Retro, Twitch und LAN-Partys sprechen: Wer ist 0llie666 eigentlich, wenn man dich noch überhaupt nicht kennt?
0llie666: Ich bin Ollie, Baujahr 1987, gebürtiger Ruhrpottler aus Gelsenkirchen und wohne mittlerweile seit über zehn Jahren in Essen.
Ich habe ein ziemlich großes Faible für Retro-Gaming und Musik. Früher war ich viel in der Musikszene unterwegs, habe selbst Musik gemacht und in einer Band gespielt.
Privat wohne ich mit meiner Lebensgefährtin zusammen. Wir haben uns vor etwa zwei Jahren ein Haus gekauft und haben inzwischen auch einen kleinen Zoo zu Hause.
Beruflich komme ich aus der Medizintechnik. Ich bin gelernter MTRA, habe also früher selbst in Krankenhäusern und Praxen gearbeitet und Menschen durchleuchtet beziehungsweise in die Röhre geschoben. Heute bin ich als Applikationsspezialist für Röntgentechnik im Außendienst unterwegs und führe unter anderem Einweisungen und Schulungen durch.
STFlow: Und wie sehr unterscheidet sich der 0llie666 auf Twitch eigentlich von Oliver privat?
0llie666: Eigentlich gar nicht. Ich bin privat genauso wie im Stream. Ich bin ziemlich direkt, habe meine Ruhrpott-Schnauze und haue auch gerne mal Sprichwörter durcheinander. Das passiert mir privat genauso wie live vor der Kamera.
Das hängt wahrscheinlich auch mit meinem Beruf zusammen. Wenn ich in einer Klinik oder Praxis Schulungen durchführe, mache ich das locker und auf meine Art. Ich mag es nicht, wenn alles so steif und förmlich ist.
Was die Leute im Stream sehen, ist also wirklich der Ollie, den sie auch privat kennenlernen würden.
Wie aus einem Skateboard-Trick 0llie666 wurde

STFlow: Dein Name kommt ursprünglich vom Skateboard-Trick „Ollie“. Wie ist daraus eigentlich dein heutiger Creator-Name geworden?
0llie666: Das geht tatsächlich bis in meine Teenagerzeit zurück.
Ich bin früher viel Skateboard gefahren und war auch stark in der Musikszene unterwegs. Bands wie Papa Roach und die ganze damalige Szene haben mich ziemlich geprägt.
Irgendwann fand ich einfach „Oli“ als Namen langweilig. Ich wollte etwas Eigenes und fand die Schreibweise mit einer Null statt des O ganz cool.
Die 666 kam später dazu. Ollie war natürlich schon vergeben, und auch andere Kombinationen waren nicht mehr frei. Also musste noch etwas dazu.
Die Zahl passt natürlich auch zur Metal-Szene. Wenn du auf Festivals wie Wacken unterwegs bist, begegnet sie dir ständig.
Am Anfang haben mich tatsächlich Zuschauer gefragt, ob ich Satanist sei. Nein, bin ich nicht. Ich bin Atheist. Die Zahl hat für mich keine tiefere religiöse Bedeutung.
Aber den Namen benutze ich schon so lange, dass ich ihn auch nicht mehr ändern möchte.
STFlow: Und wie sieht es heute mit Skateboarding aus? Stehst du noch auf dem Brett?
0llie666: Ich würde gerne mal wieder!
Ich habe mir vor einigen Jahren sogar Longboards zugelegt. Allerdings stand ich schon ewig nicht mehr drauf. Ich hätte schon Bock, das noch mal auszuprobieren.
Vielleicht sollte ich das wirklich mal wieder machen.
Tomb Raider, die erste PlayStation und ein begeisterter Vater
STFlow: Du beschreibst dich selbst sehr stark über deine Gaming-Kindheit. Wenn du daran zurückdenkst, welcher Moment kommt dir als Erstes in den Kopf?
0llie666: Ganz eindeutig der Tag, an dem mein Vater mit einer PlayStation 1 und Tomb Raider nach Hause gekommen ist. Ich hatte vorher natürlich schon gespielt, unter anderem auf dem SNES. Aber als mein Vater damals mit dieser Konsole ankam, war das für mich einfach mind-blowing.
Tomb Raider war etwas völlig anderes als das, was ich bis dahin kannte. Diese dreidimensionale Welt, das Erkunden, die Atmosphäre – das hat mich komplett abgeholt. Ich habe die ersten drei Tomb-Raider-Teile als Kind regelrecht gesuchtet.

Den ersten Teil habe ich allerdings nie richtig durchgeschafft. Zum Glück gab es damals noch Cheatcodes 😅. Was ich auch sehr schön fand: Mein Vater war selbst gar kein Gamer, aber er hat mir unglaublich gerne beim Spielen zugeschaut.
Über einen Arbeitskollegen hat er mir auch immer wieder neue Spiele besorgt. Er war da wirklich begeistert dabei. Meine Mutter fand das Ganze dagegen eher Gedudel.
STFlow: Gibt es heute noch Konsolen oder Spiele aus deiner Kindheit, die tatsächlich bei dir zu Hause stehen?
0llie666: Ja, tatsächlich! Meine originale PlayStation 1 habe ich leider nicht mehr. Aber wir haben noch die alte PlayStation meiner Lebensgefährtin.
Von mir selbst gibt es noch meinen originalen Game Boy und sogar eine alte Interton-Electronic-Konsole aus den späten Siebzigern beziehungsweise frühen Achtzigern. Die funktioniert tatsächlich noch.
Leider ist über die Jahre auch sehr viel verschwunden. Wir sind früher mehrfach umgezogen, und bei jedem Umzug sind irgendwelche Sachen verloren gegangen. Pokémon-Karten, LEGO und natürlich auch Gaming-Zeug.
Als ich dann wieder richtig in die Retro-Schiene eingestiegen bin, habe ich angefangen, vieles nachzukaufen. So ist meine Sammlung über die Jahre immer weiter gewachsen.
Lando, Clyde und ein kleiner Zoo

STFlow: Ollie, bevor wir weitermachen, muss ich endlich eine wirklich wichtige Frage klären. Deinen Hund Lando habe ich mir mittlerweile gemerkt. Aber wie heißt noch mal dein zweiter Hund? Ich vergesse das wirklich jedes Mal!
0llie666: Clyde! (lacht) Lando und Clyde kommen beide ursprünglich aus Griechenland. Vorher hatten wir noch Pablo, der leider mit 15 Jahren gestorben ist.
Lando braucht aber einfach Gesellschaft. Der möchte nicht gerne alleine sein, also haben wir nach einem zweiten Hund gesucht. Als Lando und Clyde sich kennengelernt haben, haben die beiden sofort über eine Stunde miteinander gespielt. Da war uns eigentlich klar: Den müssen wir adoptieren.

STFlow: Und bei zwei Hunden ist es nicht geblieben, oder?
0llie666: Nein, wir haben auch noch unsere Katze Ivy. Und dann stehen bei uns noch zwei Terrarien. In einem lebt ein Schmuckhornfrosch, also so ein Pacman-Frosch. Im anderen haben wir vier Kronengeckos. Es ist also immer etwas los bei uns.
Der erste Twitch-Stream – und niemand schaut zu
STFlow: Gaming begleitet dich schon dein ganzes Leben. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem aus dem Spielen plötzlich Streaming wurde. Wie ist das passiert?
0llie666: Mein erster Versuch war tatsächlich während Corona. Damals gab es ja diesen riesigen Streaming-Boom. Ich fand den Gedanken interessant, einfach mal Pokémon zu streamen. Also habe ich einen Stream gemacht.
Mit null Zuschauern.
Danach dachte ich mir erst einmal, dass das offenbar nichts für mich ist, und habe es wieder gelassen. Der eigentliche Neustart kam dann 2025.
Ich folge dem Streamer Densen86, der ebenfalls aus Essen kommt und viel Retro-Gaming macht. Er spielt unter anderem Kaizo-Hacks und baut eigene Level.
Irgendwann hatte er eine Challenge gestartet. Es ging darum, auf einem seiner Level die beste Zeit zu erreichen. Ich habe das ausprobiert und fand es richtig gut. Er hatte angekündigt, bei Leuten vorbeizuschauen, die seine Challenge streamen. Also dachte ich: Komm, dann streamst du das jetzt einfach mal.
Und er ist tatsächlich vorbeigekommen!
Plötzlich waren da Leute im Chat, die zugeschaut und mitgefiebert haben. Das hat mir total Spaß gemacht. Von da an wollte ich weitermachen.
STFlow: Und daraus wurde dann ziemlich schnell ein richtiger Kanal?
0llie666: Ja, aber eigentlich ganz organisch. Danach habe ich beispielsweise Indiana Jones für das SNES gespielt und nach und nach andere Streamer kennengelernt. Die Followerzahlen sind langsam gestiegen. Gleichzeitig habe ich mein Setup immer weiter ausgebaut.

Anfangs lief vieles noch über Emulatoren. Irgendwann kamen originale Konsolen dazu, ein zweiter Monitor, dann ein dritter und immer mehr Technik. Das hat sich Schritt für Schritt entwickelt.
STFlow: Gab es einen bestimmten Moment, an dem du gemerkt hast, dass daraus wirklich eine Community wird?
0llie666: Ja, das war ungefähr in der Zeit, als ich Affiliate geworden bin. Zwischen meinem Neustart und dem Affiliate-Status lagen gerade einmal vier Wochen. Da habe ich gemerkt, dass sich tatsächlich etwas aufbaut.
Ich hatte mir damals vorgenommen: Wenn ich 100 Follower erreiche, mache ich einen eigenen Discord-Server auf. Das war dann so ungefähr im August oder September 2025. Und ab da hatte die Community auch außerhalb von Twitch einen eigenen Treffpunkt.
Wenn Streaming plötzlich zum zweiten Job wird
STFlow: Streaming sieht von außen oft ziemlich entspannt aus. Man spielt Videospiele, unterhält sich mit Leuten und hat Spaß. Gab es trotzdem Momente, in denen du ernsthaft daran gedacht hast, wieder aufzuhören?
0llie666: Ja, sogar ziemlich häufig. Ich habe am Anfang wirklich unterschätzt, wie viel Arbeit hinter den Kulissen steckt. Du musst Streams vorbereiten, Reels erstellen, Clips schneiden, dich um Social Media kümmern und dann kommen bei mir auch noch die ganzen Veranstaltungen dazu.
Wenn du dann merkst, dass die Zuschauerzahlen mal einbrechen, fragst du dich natürlich, ob sich der ganze Aufwand lohnt. Das heißt nicht, dass ich grundsätzlich daran zweifle, was ich mache. Aber es gibt schon Momente, in denen das ziemlich kräftezehrend ist.
Es fühlt sich teilweise wie ein Nebenjob an. Man sagt ja immer, man soll sein Hobby zum Beruf machen. Aber wenn du dein Hobby zum Beruf machst, brauchst du irgendwann eigentlich wieder ein neues Hobby. (lacht)
Ich muss schon aufpassen, dass ich das alles neben meinem normalen Job unterbekomme. Aber ich mache es trotzdem total gerne. Gerade das Erstellen von Content macht mir unglaublich viel Spaß.
Der Retro-Bunker im eigenen Keller
STFlow: Heute streamst du aus dem Keller deines eigenen Hauses. Andere haben ein Streaming-Zimmer, bei dir sieht es inzwischen fast wie ein kleiner Retro-Gaming-Bunker aus. War das von Anfang an so geplant?
0llie666: Jein. Ursprünglich war der Raum eigentlich für Pen-and-Paper-Abende gedacht.

Hier stehen viele Regale voller Brettspiele. Unter dem Tisch haben wir sogar einen großen 42-Zoll-Fernseher, den wir für Tabletop-Rollenspiele nutzen können. So ungefähr einmal im Jahr treffen wir uns mit Freunden und spielen dort gemeinsam.
Meine ersten Streams habe ich noch aus meinem Arbeitszimmer gemacht. Da hatte ich mein Arbeits-Setup und mein Streaming-Setup am selben Platz. Irgendwann wollte ich das einfach voneinander trennen. Also bin ich mit dem Streaming nach unten gezogen.
Wobei das mit der Trennung inzwischen auch wieder so eine Sache ist. Mittlerweile sitze ich mit meinem Arbeits-Laptop nämlich ebenfalls im Retro-Bunker. (lacht)
Ist Retro ein Genre oder eine Lebenseinstellung?
STFlow: Ich würde dich spontan als Retro-Streamer bezeichnen. Wenn man sich deine Streamingzeit anschaut, läuft allerdings nicht einmal die Hälfte tatsächlich in der Twitch-Kategorie Retro. Ist Retro bei dir vielleicht weniger ein Genre und mehr eine Identität?
0llie666: Ja, das würde ich tatsächlich so unterschreiben. Ich spiele viele Spiele, die zwar nicht wirklich alt sind, aber im Retro-Stil gemacht wurden.
Zum Beispiel Spiele mit Pixeloptik, die an die 16-Bit-Zeit erinnern. Celeste wäre so ein Beispiel.

Dazu kommt, dass ich viel mit meiner Community machen möchte. Dann spielen wir natürlich auch mal Goose Goose Duck, Mario Kart oder andere Community-Games. Die sind nicht unbedingt Retro.
Trotzdem würde ich mich nicht als klassischen Variety-Streamer bezeichnen. Mein Schwerpunkt ist ganz klar Retro-Gaming. Aber natürlich gibt es auch moderne Spiele, die ich einfach großartig finde und deshalb spielen möchte.
STFlow: Was muss ein modernes Spiel denn mitbringen, damit es zu 0llie666 passt?
0llie666: Das Gameplay muss mich ziemlich schnell abholen. Ich brauche Spiele, die mich direkt begeistern und auch langfristig motivieren. Was ich überhaupt nicht mag, sind Spiele, die sich wie Kaugummi in die Länge ziehen. Ich brauche relativ schnell Action.
Ich brauche relativ schnell Action.
Ich mag zwar auch JRPGs, aber gerade im Stream merke ich immer wieder, dass mich solche Spiele manchmal nicht lange genug fesseln. Octopath Traveler fand ich beispielsweise gut, aber für meinen Stream zog sich das für meinen Geschmack zu sehr. Eine positive Ausnahme war The Adventures of Elliot.

Ich schaue regelmäßig bei Steam oder im Nintendo eShop nach neuen Spielen und überlege dann, ob das eher etwas für den Stream oder für mich privat wäre.
STFlow: Hast du dich bei der Einschätzung auch schon einmal richtig verschätzt?
0llie666: Ja, klar. Bei Gothic beispielsweise, beziehungsweise beim Remake, hatte ich das Gefühl, dass sich der Anfang sehr lange zieht. Manchmal merkt man eben erst beim Spielen, ob etwas wirklich für den Stream funktioniert.
Original-Hardware oder Emulator? Für Ollie keine schwierige Frage

STFlow: In deinem Keller stehen ja tatsächlich die alten Konsolen. SNES, N64, PlayStation und vieles mehr. Warum ist dir Original-Hardware so wichtig?
0llie666: Weil es für mich einfach authentischer ist. Ich finde, es macht viel mehr Spaß, wenn ich ein Spiel auf der Hardware spiele, für die es ursprünglich entwickelt wurde. Das ist für mich das echte Feeling.
Ich habe mir erst kürzlich für 20 Euro einen Röhrenfernseher gekauft.
Und dann hast du eben nicht nur das Spiel, sondern auch die Verpackung, das Modul oder die Disc und vielleicht sogar noch das originale Handbuch. Das ist einfach ein anderes Erlebnis. Wenn du heute ein Spiel herunterlädst, fehlt mir persönlich genau dieser Teil. Ein Emulator kann das für mich nicht ersetzen.
STFlow: Gibt es denn auch Retrospiele, bei denen du heute denkst: Oh Gott, das hatte ich irgendwie besser in Erinnerung?
0llie666: Auf jeden Fall! Resident Evil 1 auf der PlayStation. Als das damals herauskam, war ich neun oder zehn Jahre alt. Ein Schulkollege hatte das Spiel, und wir sind zu ihm nach Hause gefahren, um es gemeinsam zu spielen. Ich erinnere mich noch an diese Szene, in der ein Zombie einem Menschen den Kopf abbeißt. Wir haben uns damals wirklich in die Hose gemacht! Oder die Szene mit den Hunden, die plötzlich durch das Fenster springen.
Das war damals absoluter Horror.
Wenn ich mir das Spiel heute anschaue, muss ich über diese riesigen Pixelklötze teilweise einfach nur lachen. Damals war das für uns unglaublich gruselig, heute wirkt es stellenweise unfreiwillig komisch. Trotzdem sind das natürlich großartige Erinnerungen.
Community: Wenn aus Zuschauern echte Freunde werden
STFlow: Streamer reden ständig von ihrer Community. Bei dir geht das aber deutlich weiter als ein paar Leute, die im Chat schreiben. Was bedeutet Community für dich persönlich?
0llie666: Für mich bedeutet Community vor allem, dass man gemeinsam etwas unternimmt. Das kann natürlich im Stream sein, aber genauso gut außerhalb von Twitch.
Ich finde das ein unglaublich starkes Gefühl, wenn du dich mit Menschen, mit denen du dich sonst nur im Chat unterhältst, auch im echten Leben treffen kannst. Gerade heute finde ich das besonders wichtig.
Wir hängen alle so viel am Handy, sind ständig in Social Media unterwegs und verbringen unglaublich viel Zeit vor irgendwelchen Bildschirmen. Ich habe letztens ein Reel aus den Neunzigern gesehen. Da ist mir wieder aufgefallen, wie anders die Menschen damals miteinander umgegangen sind. Es gab keine Smartphones, und die Leute haben einfach viel mehr direkt miteinander gemacht.
Ich würde gerne ein Stück davon zurückholen. Back to the roots, sozusagen.
Natürlich möchte ich mit meinem Kanal auch Reichweite aufbauen. Aber im Vordergrund steht für mich wirklich das Gemeinsame. Wenn wir uns treffen, quatschen, grillen oder gemeinsam an einer alten Konsole sitzen, dann ist das für mich etwas Besonderes. Und es kommen ja auch andere Streamer mit ihren Communities dazu. So lernen sich immer mehr Leute kennen.
STFlow: Mir ist bei deinen Streams und Veranstaltungen aufgefallen, dass gerade deine Specials teilweise besser funktionieren als das normale Gaming. Hast du das Gefühl, dass die Leute ursprünglich vielleicht wegen eines Spiels kommen, aber eigentlich wegen dir und der Community bleiben?
0llie666: Ja, das glaube ich schon. Ich bin sicherlich nicht der beste Gamer der Welt. Dazu stehe ich auch. Ich glaube, die Leute kommen eher wegen mir und wegen dem ganzen Drumherum als wegen irgendwelcher herausragenden Gameplay-Leistungen.
Das ist für mich aber auch vollkommen in Ordnung. Ich möchte die Leute schließlich unterhalten und eine gute Zeit mit ihnen haben.
Mit Retro-Konsolen zum Tag der Trinkhallen
STFlow: Eines deiner Projekte fand ich besonders interessant: Du bringst Retro-Konsolen und Röhrenfernseher zu echten Veranstaltungen, unter anderem zum Tag der Trinkhallen. Als Ruhrpottler klingt das fast schon absurd passend. Wie ist diese Idee entstanden?
0llie666: Das Ganze hat eigentlich mit der Games Zone in Dortmund angefangen. Da war ich 2025 bei einer Veranstaltung in einer Konzerthalle. Dort waren Spieleentwickler, die ihre neuen Spiele vorgestellt haben, und es gab auch Arcade-Automaten.
Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich nicht auch etwas dazu beitragen könnte. Ich habe vorgeschlagen, einfach ein paar Retro-Konsolen und Röhrenfernseher mitzubringen.
Das habe ich dann gemacht und es war richtig cool. Dadurch kam ich mit dem Gaming-Kurator der Stadt Dortmund in Kontakt. Er hat mich später angeschrieben und gefragt, ob ich nicht häufiger bei solchen Veranstaltungen mitmachen möchte.
Irgendwann meinte er dann sinngemäß: Okay, dann sind wir jetzt Partner! So entstand die Zusammenarbeit. Als der Tag der Trinkhallen anstand, fragte er mich, ob ich dabei sein möchte.
Ich habe natürlich zugesagt, vor allem weil ich vor Ort auch streamen durfte.
STFlow: Und das bleibt nicht bei einer einmaligen Geschichte?
0llie666: Nein, da ist noch einiges geplant. Für 2027 sind weitere Veranstaltungen rund um die Games Zone vorgesehen, möglicherweise drei- bis viermal im Jahr. Da soll es auch wieder Live-Content von mir geben.
Was genau wir machen, möchte ich aber noch nicht verraten.
Die große LAN-Party: Von einer verrückten Idee zum echten Event
STFlow: Jetzt müssen wir über dein vermutlich größtes Projekt sprechen. Du hast keinen Kanal mit 100.000 Followern, organisierst aber einfach mal ein komplettes LAN-Wochenende für rund 50 Leute. Wie kommt man auf so eine Idee?
0llie666: Ganz einfach: Wir haben früher alle LAN-Partys geliebt! Ich habe das irgendwann in meiner Streamer-Bubble angesprochen und gemerkt, dass unglaublich viele Leute sofort begeistert waren. Also habe ich mir gedacht: Warum machen wir das nicht einfach?
Durch meine Kontakte zum Penta-Club gab es auch direkt Unterstützung. Die helfen mir dabei, das Ganze bekannter zu machen und die Veranstaltung zu organisieren.
Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs waren bereits mehr als zwei Drittel der Plätze vergeben. Das zeigt mir, dass das Interesse wirklich vorhanden ist. Und eigentlich soll diese erste LAN nur der Anfang sein. Ich würde das gerne jedes Jahr machen und nach und nach größer werden lassen.
Langfristig möchte ich eine Veranstaltung aufbauen, bei der auch andere Streamer mit ihren Communities dabei sein können. Es soll so etwas wie ein Treffpunkt für Creator und Gaming-Communities werden.
Wenn man so will, vielleicht irgendwann eine kleine deutsche TwitchCon – nur mit einem stärkeren LAN-Charakter.
STFlow: Wann wurde aus dem Gedanken „Das wäre doch cool“ eigentlich der Moment „Scheiße, jetzt machen wir das wirklich“?
0llie666: Ich bin einfach so ein Typ: Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann ziehe ich das auch durch. Koste es, was es wolle. Ich mache das in erster Linie, weil ich Spaß daran habe.
Selbst wenn die erste Veranstaltung für mich finanziell erst einmal ein Investment bedeutet, ist das okay. Mir ist wichtig, dass sich die Leute wohlfühlen. Wenn die Leute eine gute Zeit haben und ich damit etwas zurückgeben kann, dann freut mich das.
STFlow: Wie viel Arbeit steckt denn inzwischen tatsächlich hinter der LAN?
0llie666: Sehr viel mehr, als ich am Anfang gedacht habe. (lacht) Die Idee habe ich irgendwann im Oktober oder November 2025 in den Raum geworfen. Danach ging die Planung los.
Und dann kamen immer mehr Ideen dazu. Nicht nur von mir, sondern auch aus der Community. Das Ganze ist dadurch immer weiter gewachsen.
Jetzt, wo wir langsam in die Schlussphase kommen, merke ich erst richtig, wie groß das Projekt geworden ist. Es wird sogar einen besonderen Gast geben. Ich bin aber jetzt schon davon überzeugt, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wird.
50 Gamer und eine 30-Mbit-Leitung – was soll schon schiefgehen?
STFlow: Was war bisher das größte Problem bei der Planung? Also etwas, bei dem du vorher überhaupt nicht daran gedacht hattest, dass es schwierig werden könnte?
0llie666: Ganz klar: das Internet! Ich habe die Location über Kontakte bekommen und die ist eigentlich perfekt. Wir haben eine große Haupthalle, einen Innenhof zum Grillen, Duschen, Badezimmer und eine Küche. Es ist wirklich alles da, was wir brauchen. Dann habe ich irgendwann mal geschaut, was die Internetleitung hergibt.
30 Mbit/s.
Da dachte ich nur: Ach du 💩!
Das ist natürlich nicht gerade optimal, wenn du mit rund 50 Leuten eine LAN-Party veranstalten und nebenbei auch noch streamen möchtest.
STFlow: Und wie willst du das lösen?
0llie666: Mein Plan ist, den eigenen Twitch-Stream über die vorhandene Hausleitung laufen zu lassen. Für den Stream brauche ich ungefähr 6 Mbit/s Upload. Das sollte also funktionieren, sofern die Verbindung stabil genug ist. Für die Teilnehmer möchte ich zusätzlich einen Vodafone-GigaHub einsetzen. Der soll bis zu 250 Verbindungen unterstützen.
Damit hoffe ich, dass wir die Anforderungen der Veranstaltung abdecken können.
STFlow: Und finanziell? So eine Veranstaltung kostet ja durchaus Geld. Soll die LAN irgendwann auch Gewinn abwerfen?
0llie666: Nein, das ist gar nicht mein Ziel. Die LAN ist als Non-Profit-Veranstaltung geplant. Natürlich müssen die Kosten gedeckt werden, aber ich möchte damit nicht reich werden.
Wir haben unter anderem Unterstützung durch den Penta-Club und eine Kooperation mit Mojokaii, die auch mit einem eigenen Stand vor Ort vertreten sein werden.
Am Ende geht es mir darum, dass alle eine großartige Zeit haben.
STFlow: Stell dir vor, es ist Sonntagabend. Die Rechner sind abgebaut, alle fahren nach Hause und du bist völlig fertig. Was müsste passiert sein, damit du sagst: Genau dafür hat sich dieser ganze Wahnsinn gelohnt?
0llie666: Wenn die Leute am Ende zu mir kommen und Danke sagen. Das wäre für mich der größte Erfolg.
Wenn die Leute am Ende zu mir kommen und Danke sagen. Das wäre für mich der größte Erfolg.
STFlow: Und wenn genau das passiert: Gibt es 2027 wieder eine LAN?
0llie666: Das ist auf jeden Fall der Plan! Wahrscheinlich wieder ungefähr im September. Und wenn alles gut läuft, dann vielleicht schon ein Stück größer.
Insert Heart: Mehr als nur Streamer-Merchandise

STFlow: Neben Twitch und deinen Veranstaltungen hast du mit Insert Heart auch noch eine eigene Marke aufgebaut. Wie kam es dazu?
0llie666: Die Idee hatte ich eigentlich schon ziemlich früh. Ungefähr zu der Zeit, als ich meinen Discord-Server eröffnet habe. Ich fand den Gedanken immer cool, eine eigene Marke zu haben.
Sie sollte eine Mischung aus Retro-Gaming und Metal sein. Also habe ich angefangen, Designs zu entwickeln und über einen Drittanbieter einen eigenen Shop aufzubauen. Für mich ist das Ganze aber ebenfalls Non-Profit. Ich muss damit kein Geld verdienen. Mir reicht es schon, wenn Menschen meine Designs cool finden und die Sachen tragen. Das ist für mich eine Form der Unterstützung.
Um das Ganze bekannter zu machen, habe ich auch Goodie-Bags an andere Streamer verschickt. Da waren verschiedene Sachen drin und auch ein persönlicher Brief, der teilweise sogar im Stream vorgelesen wurde. Das fand ich wirklich schön.
STFlow: Für die LAN-Party soll es auch eigene Designs geben?
0llie666: Ja, genau. Wir möchten dafür eigene Motive machen, beispielsweise für Hoodies oder Zipper. Und die Designs sollen sich jedes Jahr verändern. So hat dann vielleicht irgendwann jede LAN ihre eigene kleine Kollektion.
Ich finde einfach die Vorstellung cool, wenn du auf einer Veranstaltung herumläufst und überall Leute mit deinen Designs siehst.
Twitch, YouTube und Instagram – was ist dir wirklich wichtig?
STFlow: Du bist mittlerweile auf mehreren Plattformen unterwegs. Auf YouTube erreichen manche deiner kurzen Clips deutlich mehr Menschen als deine normalen Twitch-Streams. Ist YouTube für dich inzwischen ein eigener Schwerpunkt?
0llie666: Nein, eigentlich nicht. YouTube ist für mich eher Beiwerk. Ich nutze es hauptsächlich, um meine VODs hochzuladen und die Inhalte auch dort verfügbar zu machen. Mein Fokus liegt ganz klar auf Twitch.
Ich streame zwar mithilfe von StreamElements parallel auch auf YouTube, aber ich habe nicht das Ziel, dort meine eigentliche Streaming-Heimat aufzubauen.
Instagram ist für mich inzwischen interessanter. Dort erreichen meine Reels teilweise deutlich mehr Leute und funktionieren insgesamt besser. Ein weiterer Punkt ist, dass YouTube beim Thema Musik teilweise strengere Richtlinien hat. Deshalb ist YouTube für mich eher ein Archiv.
STFlow: Versuchst du denn inzwischen, im Stream bewusst Momente zu erzeugen, aus denen später ein guter Short oder Reel werden könnte?
0llie666: Nein, überhaupt nicht. Das passiert alles spontan.
Ich nutze eine App namens Touch Portal. Damit kann ich während des Streams interessante Momente markieren beziehungsweise Clips erstellen.
Daraus schneide ich später dann etwas zusammen. Aber ich spiele nicht bewusst so, dass am Ende ein guter Clip dabei herauskommt.
Wie passt das alles noch in ein normales Leben?
STFlow: Jetzt muss ich wirklich fragen: Du arbeitest Vollzeit, streamst, produzierst Videos, betreibst einen Shop und eine Website, organisierst Events und nebenbei noch eine große LAN-Party. Wo nimmst du eigentlich die ganze Zeit her?
0llie666: Das frage ich mich manchmal selbst! (lacht) Zum Glück habe ich mittlerweile ein kleines Team, für das ich wirklich sehr dankbar bin. Es gibt Leute, die für mich Clips schneiden oder Dinge im Hintergrund organisieren. Meine Moderatoren unterstützen mich ebenfalls, und auch der Penta-Club hilft bei verschiedenen Themen.
Trotzdem muss ich zugeben, dass ich nicht besonders gut darin bin, Aufgaben abzugeben. Ich mache viele Dinge lieber selbst. Manchmal weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, wie ich am Ende alles schaffe. Aber irgendwie funktioniert es immer. Ich versuche, meine Zeit gut zu planen.
Dazu gehört auch, dass ich Kooperationsanfragen oder gemeinsame Streams ablehnen muss, wenn mein Kalender zu voll ist. Und ich trinke sehr viel Kaffee. (lacht)
STFlow: Gibt es zu Hause auch mal den Satz: „Oliver, jetzt reicht’s aber auch mal mit Twitch“?
0llie666: Ja, das kommt natürlich vor. Und wenn das passiert, dann nehme ich mir auch bewusst Zeit für das echte Leben. Ich plane meinen Streaming-Kalender gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin. Mir ist wichtig, dass wir genügend Zeit füreinander haben.
Das Streaming soll schließlich nicht das komplette Privatleben übernehmen.
Von der Metal-Bühne zum eigenen Twitch-Kanal

STFlow: Du hast vorhin erzählt, dass du früher viel Musik gemacht hast. Welche Rolle hat das eigentlich für den Menschen gespielt, der du heute bist?
0llie666: Eine ziemlich große. Ich habe früher in einer Metal-Band namens Right Way to Fall gesungen und war dort Frontmann. Ich stand eigentlich immer gerne auf der Bühne und habe Menschen unterhalten. Das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.
Der Unterschied zum Streaming ist natürlich, dass ich in einer Band auch von den anderen Mitgliedern abhängig bin. Bei Twitch kann ich meine eigene Show machen. Ich kann selbst entscheiden, was ich tue, wie ich die Leute unterhalte und welche Ideen ich umsetze.
Im Grunde ist das jetzt meine eigene kleine Ein-Mann-Show. Und ich glaube, dass mich meine Zeit als Musiker ziemlich stark geprägt hat.
Wo steht 0llie666 in drei Jahren?
STFlow: Wenn wir uns in drei Jahren noch einmal zusammensetzen: Was soll 0llie666 dann sein? Ein großer Retro-Streamer? Ein Eventveranstalter? Eine eigene Gaming-Marke? Oder vielleicht etwas ganz anderes?
0llie666: Ich sehe mich eigentlich gar nicht als großen Retro-Botschafter oder als zukünftigen Riesen-Streamer. Was ich gerne aufbauen möchte, ist eine Marke, die Gaming, Streaming und Community zusammenbringt.
Der Fokus soll dabei besonders auf Veranstaltungen liegen.
Ich finde die Vorstellung toll, wenn unterschiedliche Streamer mit ihren Communities zusammenkommen und man gemeinsam etwas erlebt. Das muss langfristig auch nicht unbedingt alles unter dem Namen 0llie666 laufen. Vielleicht entwickelt sich daraus irgendwann eine eigene Marke mit einem anderen Namen.
Aber mein Ziel ist ganz klar, Menschen zusammenzubringen und ihnen eine gute Zeit zu ermöglichen.
STFlow: Und was ist dir dabei besonders wichtig?
0llie666: Dass ich mir selbst treu bleibe. Ich bin einfach ich. 100 Prozent Ollie.
Schnellfeuer mit 0llie666
Zum Abschluss wurde es wieder ernst. Schließlich gibt es Entscheidungen, die jeder Gamer irgendwann treffen muss. Und bei einem leidenschaftlichen Retro-Sammler wie Ollie können die durchaus schmerzhaft sein.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| SNES oder Mega Drive? | SNES |
| Game Boy oder Game Gear? | Game Boy |
| Nintendo oder PlayStation? | Nintendo |
| Original-Hardware oder Emulator? | Original-Hardware |
| Röhrenfernseher oder perfektes digitales Bild? | Röhre |
| Mario oder Sonic? | Mario |
| Pokémon oder Digimon? | Pokémon |
| Turtles oder He-Man? | Beides! |
| Singleplayer oder Couch-Coop? | Couch-Coop |
| Flohmarkt oder eBay? | Flohmarkt |
| LAN-Party oder Online-Multiplayer? | LAN-Party |
| Twitch-Chat oder echtes Community-Treffen? | Community-Treffen |
| Cap vorwärts oder rückwärts? | Vorwärts |
| Keller oder Wohnzimmer? | Wohnzimmer |
| Streamer oder Veranstalter? | Veranstalter |
| Mehr Zeit oder mehr Reichweite? | Reichweite |
| Nur eine Konsole behalten – welche? | SNES |
| Retro-Sammlung oder Twitch – eins muss weg? | Twitch |
Die letzte Antwort zeigt dann wohl ganz gut, wie tief die Retro-Leidenschaft tatsächlich sitzt. 😄
Mein Fazit zu 0llie666
Was mir nach unserem Gespräch besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist gar nicht die beeindruckende Sammlung an Retro-Hardware. Auch nicht sein umfangreiches Streaming-Setup oder die Tatsache, dass Ollie neben einem normalen Vollzeitjob noch eine eigene LAN-Party organisiert.
Es ist vielmehr seine Vorstellung davon, was Streaming eigentlich sein kann.
Ollie möchte Menschen zusammenbringen. Und zwar nicht nur in einem Twitch-Chat, sondern ganz bewusst auch im echten Leben.
Ich finde das bemerkenswert, gerade weil sich in unserer Creator-Welt so unglaublich viel um Zahlen dreht: Follower, Views, durchschnittliche Zuschauer, Reichweite und Wachstum.
Natürlich sind diese Dinge auch für Ollie nicht unwichtig. Aber wenn ich ihn frage, wann seine LAN-Party für ihn ein Erfolg ist, spricht er nicht über Ticketverkäufe oder Rekorde.
Er möchte am Sonntagabend einfach hören, dass die Leute eine gute Zeit hatten.
Das ist eine ziemlich schöne Antwort.
Gleichzeitig ist Ollie auch ein gutes Beispiel dafür, wie viel Arbeit hinter einem vermeintlich kleinen Twitch-Kanal stecken kann. Was als gelegentliches Retro-Gaming begann, ist innerhalb relativ kurzer Zeit zu einem ganzen Netzwerk aus Streaming, Events, Community und eigener Marke gewachsen.
Und das alles mit einer gehörigen Portion Ruhrpott-Schnauze.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die LAN-Party entwickelt und ob daraus tatsächlich eines Tages ein größeres Gaming- und Community-Event wird.
Lieber Ollie, vielen Dank für das offene und unterhaltsame Gespräch. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Projekten – und vor allem weiterhin genauso viel Spaß daran!
Und keine Sorge: Clyde habe ich mir jetzt hoffentlich endgültig gemerkt. 😄
Schaut bei 0llie666 vorbei!
Wenn ihr Retro-Gaming liebt, gerne auf echten Konsolen spielt oder einfach Lust auf einen authentischen Streamer mit einer lebendigen Community habt, dann schaut unbedingt bei Ollie vorbei.
Besonders interessant ist sein Kanal auch für alle, die Gaming nicht nur vor dem Bildschirm erleben möchten, sondern Lust auf gemeinsame Veranstaltungen und echte Community-Treffen haben.
Hier findet ihr 0llie666:

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Ihr möchtet noch mehr Menschen aus der Gaming- und Streaming-Szene kennenlernen? Dann schaut euch auch meine bisherigen Interviews an:
- FoF #05 – JanPlay: Leidenschaft, Lernkurven und Live-Momente
- FoF #04 – Tschenzo99: Zwischen Logistik, Naruto und ruhigen Streams
- FoF #03 – SaliaMori: Zwischen Pokémon, Haltung und echter Wertschätzung
Weitere Interviews findet ihr in der Kategorie Friends of Flow (DE) auf STFlow TV.
Quellen
- Tomb Raider Bilder: https://www.igdb.com/games/tomb-raider#media
- Octopath Traveler: https://press.de.square-enix.com/OCTOPATH-TRAVELER








