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TL;DR: Acht Monate Streaming neben meinem Job – ich zeige dir, wie meine Kanäle (Twitch, YouTube, TikTok) gewachsen sind, wie viel Zeit ich investiere und was wirklich funktioniert hat.
Am 05.07.2025 habe ich beschlossen als Hobby-Streamer auf Twitch anzufangen. Am 31.11.2025 habe ich dann einen Beitrag veröffentlicht, in dem ich kritisch auf die ersten vier Monate zurückgeblickt hatte: Was habe ich gelernt, was möchte ich ändern? Ich postete den Beitrag unter anderem auf Reddit, wo er einiges an Aufmerksamkeit erzeugte (knapp unter einer halben Millionen Aufrufe) und dieser Beitrag hier ist nun der Folgebeitrag, in dem ich auf meine ersten acht Monate als Streamer zurückblicke.
Ich werde folgendes analysieren:
- Wie stark sind meine verschiedenen Kanäle gewachsen (Twitch, YouTube, (neu) TikTok usw.)
- Welcher Zeitaufwand fließt dort hinein?
- Welche Meilensteine wurden erreicht?
- Was habe ich seit dem letzten Mal umgesetzt und warum?
- Was ist neu?
Hinweis zur Vergleichbarkeit mit dem vorherigen Zeitraum: Damit ihr die Zahlen zum letzten Mal besser vergleichen könnt, werde ich die Statistiken einfach fortführen, sofern es sich anbietet – z.B. wie sich die Follower entwickelt haben.
Wer zunächst die erste Analyse nachlesen möchte, der findet den alten Beitrag hier: Vier Monate Streamer – mein kritischer Erfahrungsbericht bis Oktober 2025.
Technik: Gewachsen
„In diesem Kapitel geht es darum, wie sich mein Streaming-Setup in 8 Monaten verändert hat – und welche Upgrades sich für meinen Workflow wirklich gelohnt haben.
Meine Technik habe ich zum Teilen ergänzt, ausgewechselt oder neue Dinge ausprobiert. Das ist eingeteilt nach Hardware und Software.
Hardware
- Ein besseres Mischpult (ein Rode RØDECaster Pro II)
- Eine zweite Kamera für eine zweite Szene (Obsbot Tiny 2) (mehr dazu dann unter Twitch)
- Ein drittes Keylight für bessere Beleuchtung in der zweiten Szene (Wieder ein Godox ES45)
- Ein neues Mikrofon (noch nicht im Einsatz (Shure SM 7B)
- Ein kabelgebundener InEar Monitor, damit man mich insgesamt besser sehen kann (Sennheiser IE 100 Pro Clear)
- Einen neuen XBox Elite Series 2 Controller
- Mehrere Kleinteile wie externe Festplatten für Aufnahmen, USB-C-Verlängerungen, ein Stativ für die zweite Kamera, eine Halterung für das Mischpult usw.
Insgesamt bin ich mit meinen Upgrades zufrieden. Mit den In-Ear-Monitoren fühle ich mich deutlich wohler als mit den vorherigen Over-Ear Headphones, da auch meine Ohren nicht so heiß werden. Das neue Mischpult ist zwar toll, hat mich jedoch viel Zeit gekostet, bis es eingerichtet war. Das Soundboard vom Mischpult war zunächst ein inflationär genutztes Spielzeug, es hat sich jedoch bei mir in der Praxis nicht durchgesetzt.
Was es mit der neuen Kamera auf sich hat, erfahrt ihr im Abschnitt zu Twitch.





Software
Hier zeige ich, welche Tools mir Zeit sparen (Automation, KI, Schnitt) und wie ich meinen Prozess schlank halte – ohne im Tool-Dschungel zu versinken.
Im Bereich der Software habe ich nicht viel neues ausprobiert, da ich noch dabei bin, die bereits im Einsatz befindliche Software zu lernen und zu optimieren. Ich ergänze hier die Liste aus meinem letzten Beitrag zu dem Thema.
| Software | Einsatzzweck | Erfahrungen |
|---|---|---|
| Nexusclips | KI-Analyse von Twitch-Streams. Findet Stellen für Shorts, die man online bearbeiten und dann direkt oder zeitgesteuert bei TikTok und YouTube posten lassen kann. (Theoretisch geht das auch mit Youtube, dazu muss man die Videos aber manuell hochladen) | Hat meine Arbeitszeit für Shorts deutlich reduziert (von ca. 2h auf weniger als 10 Minuten pro Clip). Dadurch eine deutliche Arbeitserleichterung. Nutze ich regelmäßig, um Shorts vorzuplanen und zu veröffentlichen. |
| RØDECaster App | Begleitsoftware zum Rodecaster Pro II. Hier kann man das Gerät konfigurieren und Routings einstellen, Sounds für das Soundboard hochladen usw. | Ich habe etwas gebraucht, um mich einzugewöhnen. Ohne Tutorial nicht passgenau einstellbar. |
| Davinci Resolve Studio | Software zum Videoschnitt für YouTube Videos. Man kann damit auch diverse Effekte und Animationen ergänzen und den Ton abmischen. Am Ende exportiert man die Videos. Hat auch eine YouTube-Upload-Funktion. | Ich habe auf die bezahlte Version gewechselt und es nicht bereut. Tolles Tool, in dem ich mit der Zeit in meinen Workflows immer besser werde. Dank kostenfreier Plugins ist z.B. ein animierter „Subscribe“-Button im YouTube Stil mit wenigen Klicks hinzugefügt. Die YouTube Upload-Funktion ist mir zu langsam, der direkte Upload funktioniert besser. |